Pietropavlosk war von
Anfang an ein Ort der Verbannung/Deportation. Unter den
Verbannten waren auch Katholiken, die sich bemühten, ihr
religiöses Leben zu organisieren. 1911 hatten sie schon
eine Kapelle und begannen eine Kirche zu bauen, die dem
Allerheiligsten Herz Jesu gewidmet wurde. Die Gemeinde
zählte damals 3 Tausend Gläubige, gehörte zum Dekanat
Omsk, Erzdiözese Mohylew.
Nach der Oktoberrevolution kam die Zeit der
Verfolgungen. 1920 wurde die Kirche in ein Hotel für die
Parteibehörden verwandelt, dann diente sie als
Musikschule, Kindergarten. Bis zur Zeit der Wiedergabe
an die Katholiken stand das Kirchengebäude verlassen und
fast zertrümmert.
Seit 1991 begannen die
Katholiken im nördlichen Kasachstan, sowohl in den
Städten als auch in Dörfern das religiöse Leben
offiziell zu organisieren. Unsere Gemeinde zu der
Heiligen Dreifaltigkeit rief der Bischof am 20.04.1993
ins Leben und beauftragte die Warschauer Provinz der
Redemptor-Kongregation mit der seelsorglischen
Betreuung.
1994 hat die Gemeinde von der
Stadtverwaltung einen Platz für den Bau der Kirche
bekommen, der am 15.05.1994 vom Bischof Jan Pawel Lenga
geweiht wurde.
Kirche der Barmherzigkeit
Gottes
Der Bau der Kirche zur Gottes Barmherzigkeit
wurde am 12.09.1999 mit der feierlichen Weihung beendet.
Das neue Gotteshaus wurde am 16.07.2000 von damaligem
Apostolischem Nuntius Erzbischof Marian Ole¶
konsekriert.
Nach vielen Problemen haben die Stadtbehörden im
Dezember 1998, den Katholiken – d.h. der Gemeinde zur
Heiligen Dreifaltigkeit, die Gebäuden im Stadtzentrum,
die bis 1924 der Kirche und dem Pfarrhaus der Gemeinde
zum Allerheiligsten Herzen Jesu gehörten, zurückgegeben.
Nach der Generalüberholung wurde die Kirche erneut am
7.Juli 2002 konsekriert. Das alte Pfarrhaus an der
Kirche wurde auch renoviert und zum
Kontemplationskloster Redemptoristinnen, die nach
Pietropawlosk am 13. Mai 2001 kamen.

Kirche des Allerheiligsten Herzen
Jesu